über mich hin-wegsehen

Mit einem lächeln geht es hinter wie vor der Kamera leichter. Es ist kein Leichtsinn vielmehr ein Vorschuss in die Menschlichkeit.

Portrait Peter Johann Kierzkowski im atelier von MDana 2018

über mich hinauswachsen

Wenn ich mich beim betrachten von Fotos übe, dann ertappe ich mich oftmals bei einem Grinsen oder Lächeln, weil ich in dem Moment quasi aus meinem Fenster falle und in das andere hinein. Es ist wie, wenn Menschen miteinander lachen. Wenn ich Ausstellungen besuche und ein wunderbares Bild entdecke, dann schaffe ich es unter besten Umständen in diesen Moment zu tauchen und den Moment des Augenblicks zu spüren. Bei historischen Mittelformat oder Großbild-Kameras  oder dessen Abzügen kommt dieser Effekt durch die selektive Schärfe am besten zur Geltung. Auch das Live-Bild oder die Portraitunschärfe , wie es z.B das neue Iphone Xs  kann, beeindruckt mich.

pjk BNB back stage – HD 720p from Peter Johann Kierzkowski on Vimeo.

In meiner Jugend habe ich die ersten Fotos mit einer Zenit Kamera und einem 58 mm f2 Objektiv produziert. Um den Dingen näher auf den Grund zu gehen, kam dann ein 80-200 mm Objektiv mit Blende 4,5 f dazu. Später hab ich mit einer Minolta von Freunden fotografiert und zum Abi den ersten  Nikon Body  F 801 gekauft, ohne Objektiv! Nach dem dann das Objektiv Spectrum erweitert wurde, habe ich mich dem Mittelformat gewidmet. Explizit das quadratische Format der Hasselblad 6×6 cm hat mich in seiner Gestaltungsart fasziniert. Das gelegentliche unmittelbare Polaroid Foto diente dabei ursprünglich als Referenz für Belichtung und Bildaufbau.  Mit dem schwedischen Hasselblad Würfel FC/M 2000 und einem puristischen Lichtschachtsucher zu fotografieren prüft die eingebrannten Sichtweisen und stellt damit einen frischen Bezug zur Fotografie für mich dar.  Der Detailreichtum der  Mittelformat Negative und die Auflösung waren und  sind unverwechselbar. Inzwischen hat die Digitale Photographie die Auflösung Analoger Mittelformat Kameras eingeholt, daher arbeite ich aktuell mit der Nikon D850 und Z6. Meine Lieblingsbodys bleiben dennoch die D4s oder die Nikon D810. Aber auch die F5 aus der Analogen Zeit. bei den Objektiven ist es das 1,8 f 85 mm oder das 1,4 f 105 mm. Im Grunde ist es auch egal womit man fotografiert, wesentlich ist doch das Licht ohne das wir im dunkeln stehen. Nur ist das mit dem Werkzeug in etwa so wie beim wandern, will ich die Natur im vollen Umfang genießen, sollten die Schuhe sorgfältig ausgewählt werden , sind sie nicht die richtigen, drücken oder nehmen Schaden wird es um so schwere Sein gestecktes Ziel zu erreichen.

Bevor ich mich für den Beruf des Fotografen entschieden habe, studierte ich meine Wahrnehmung in menschlicher Hinsicht, sowie mit Interesse für die Technik. Eine  Schwarz/Weiss-Vergrößerung aus eigener Hand  hat mich in die Magie der Bildentstehung gezogen. Vor allem konnte ich durch das eigene Schwarz/Weiss-Labor die Filme unmittelbar entwickeln, Kontaktbögen erstellen und beurteilen. Es folgten unzählige Experimente, Fotos zu verfremden und ihre wesentliche Aussage zu vergrößern. So groß, dass sie nicht in die normalen 30×40 cm Schalen passten. Also wurde die heimische Badewanne umfunktioniert, die noch händelbaren Papiere von der Rolle mit Quast und Schwamm  aufgetragen, abgewischt, gewässert und fixiert. Die Veredelung erfolgte dann mit Selentoner und Blautoner. Die Ausbildung zum Fotografen habe ich schließlich in Menden , in einem Studio für Werbefotografie und Film abgeschlossen, in dem ich auch als Film- bzw. Kameraassistent gearbeitet habe.

Im Juli 2000 bin ich nach Köln gezogen und habe hier bei dem Bildungsträger bm (bildung in medienberufen) als Admin und Trainer für Mediengestalter Photographie Kurse gegeben bzw. begleitet. Bis 2008 studierte ich in Düsseldorf und habe während dessen Aufträge als Fotograf und Kameramann gemeistert. Seit dem lebe und arbeite ich als Berufsfotograf und Trainer in Köln-Ehrenfeld und bin für meine Kunden im In- und Ausland tätig.